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H I S T O R I S C H E SDer Name der Rasse leitet sich von ihrem Entstehungsgebiet, der Chesapeake-Bucht im US-Bundesstaat Maryland an der Ostküste Nord-Amerikas, her.
Hier kennt man den Chessie auch als »Maryland State Dog« - er wird als eine Art nationales Symbol betrachtet.
Die Bucht, die sich über eine Länge von mehr als 300 km erstreckt und in die zahlreiche Flüsse münden, ist reich an Fisch und Krustentieren. Sie bietet einer Unmasse an Wasservögeln
(besonders als Winter-Refugium für Zugvögel) Lebensgrundlage.

Das Wort CHESAPEAKE basiert auf der Bezeichnung der Natives für dieses Gebiet:
C h e s e p i o o kChe = gross, Sepi = Fluss, Ook = viele - er bezieht sich auf den immensen Wasser- und Lebensreichtum der Bucht.
Herbstbeginn an der Chesapeake Bay


früher Neufundländer
1807wurden an eben dieser Küste zwei Neufundländer-Welpen von einer in Seenot geratenen englischen Brigg geborgen.
Diese hatten hervorragende Arbeitseigenschaften und sie bzw. ihre Nachkommen bildeten durch Einkreuzung in lokale Jagdhund-Schläge zumindest eine der Linien, die zur Entstehung des Chesapeake-Bay-Retrievers führten.

Bei der Entwicklung sind nachweislich Irish Water Spaniel, Setter, Hounds und eben Neufundländer integriert gewesen. Die genaue Entstehungsgeschichte ist jedoch nicht mehr nachvollziehbar. Oft ist auch von diversen anderen spezifizierten Rassen die Rede - deren Verwurzelung ist allerdings spekulativ, da sie sich nicht mehr beweisen lässt.
In den ersten Jahrzehnten gab es - je nach Einkreuzung bzw. örtlicher Herkunft - mehrere, teilweise recht unterschiedliche Schläge, die zunächst unter anderen Namen liefen.


Zur Jagdauf die zahlreichen Wasservögel an der Bucht wurden mittelgrosse, kräftige, robuste Hunde mit kurzem, dickem Fell benötigt; die die erlegten Vögel bei rauher Witterung unermüdlich auch aus eisbedecktem Wasser apportieren konnten.
Wasserpassion; Durchhaltevermögen; eine intelligente, selbständige Arbeitsweise waren hierbei gefragt. Ebenso sollten die Hunde die Unterkunft des Besitzers schützen, wobei fremde Menschen und Tiere zu ignorieren waren, so lange sie nicht in den Hoheitsbereich eindrangen.

Damals gab es viele Menschen, die mit der Jagd auf verschiedene Entenarten (die auf Märkten, an feinere Hotels und Privathäuser verkauft wurden) ihren Lebensunterhalt verdienten. Auch Gänse, deren Bejagung sich im z. T. unzugänglichen Gelände extrem schwierig gestalten konnte, waren begehrt.
Jene Leute legten den Grundstein zur Formung des Chesapeake-Bay-Retrievers, denn sie versuchten ständig, ihre Hunde für das anspruchsvolle Terrain zu optimieren. Es wäre jedoch romantisierend zu behaupten, dass die Rasse unter solchen Umständen gezielt auf all ihre Merkmale herausgearbeitet worden ist. Dies geschah ab Anfang des 20. Jh. durch gut betuchte Landeigentümer, die in sog. »Ducking Clubs« als Freizeitvertreib der Jagd auf Geflügel frönten.
Für diese war Hundezucht oft von Haus aus Tradition und Ausdruck ihres Lifestyles. Nicht selten ging die Zucht von einer Generation in die Hand der nächsten, so dass das Wissen um die Eigenschaften und Merkmale der jeweiligen Linie gut verankert war; ein unabdingbarer Umstand, um Hundezucht selektiv und zielgerichtet betreiben zu können.
»Chesapeake-duck-dog« 1882


Ch. Chesacroft Drake
(20er Jahre)
1878erfolgte die erste Registrierung eines »Chesapeake Bay Dog« im Amerikanischen Kennel Club (AKC). In den 20er Jahren kamen Hundeausstellungen in etwa der Form auf, wie wir sie heute kennen. In den 30ern Field Trials; Obedience- und andere sportliche Wettbewerbe - das alles steigerte die Popularität.
Zu dieser Zeit begann sich auch die grosse Drift zwischen dem östlichen und dem westlichen Typus zu verringern - das Erscheinungsbild der Rasse insgesamt wurde homogener.

Während des 2. Weltkrieges kam es zu einem nicht zu unterschätzenden Rückschlag, da Chessies zahlenmässig noch nicht so stark vertreten waren und einige Züchter ihre Zucht für diese Zeit einstellten - manche sogar ganz aufgaben. Das Überleben der Population ist einigen damaligen Enthusiasten zu verdanken; die in den Nachkriegsjahren trotz des massiven Einflusses englischer Retriever und anderer kontinentaler Rassen am Chesapeake-Bay-Retriever mit seinen vielseitigen Eigenschaften festhielten.
In Folge steigender Individuenzahlen in den sich anschliessenden Jahrzehnten und einschlägiger Erfolge bei Field-Trials, Tests sowie auf Ausstellungen konnte er sich in den USA bei einem breiten Publikum etablieren.

Ab den 80er Jahren begann auch in Europa das Interesse an dieser reizvollen Retrieverrasse zu wachsen. Heute gibt es in Skandinavien und Grossbritannien Züchter, die unter eigenem Affix bereits einige international erfolgreiche Generationen hervorgebracht haben.

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