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F E L L & F A R B E NDie einzigartige Fellstruktur ist das auffälligste Merkmal der Rasse. Ihr kommt höchste Bedeutung zu, denn nur die richtige Beschaffenheit garantiert einen optimalen Schutz des Hundes vor Nässe und Kälte.

Das Fell soll dick und harsch sein; nirgendwo über knapp 4 cm lang (wobei eine moderate Befederung der Rute und der Hinterhand - sog. Hosen - erlaubt ist) mit dichter Unterwolle.

Das Haar im Gesicht und an den Läufen ist sehr kurz und glatt. An Hals, Schulter, über den Rücken und an der Rute ist es länger und wellig.

Fell von hervorragender Qualität erscheint mehrdimensional.



Ein guter Fettgehalt ist wichtig, um das Fell zu imprägnieren (es wird häufig auch als »ölig« bezeichnet). Chessies mit so einem funktionstüchtigen Fell sind nach wenigen Malen schütteln so gut wie trocken.

Es kommen auch Fellvarianten vor, die nicht erwünscht sind bzw. zur Disqualifikation führen sollen (seltener werden sie erkannt) - dazu gehört:

- weiches, offenes Fell (open coat)
- kurzes, glattes Fell am ganzen Körper, welches keine
oder zu wenig Unterwolle aufweist
- Fell, welches gelockt ist bzw. eine Tendenz zur Lockigkeit
über den ganzen Körper zeigt
- Langhaarigkeit und Semi-Langhaarigkeit

Es existiert eine Vielzahl an Farbvarianten und -nuancen, von denen keine der anderen gegenüber bevorzugt wird. Immer wieder wird über die Zulässigkeit von Farbe bzw. Zeichnung spekuliert - die diesbezüglichen Vorgaben im Standard sind jedoch ganz einfach und unmissverständlich.
Es gibt nur zwei Farben, die nicht erlaubt sind:
Zum einen Schwarz und zum anderen Weiss; das an anderer Stelle als an Brust, Bauch, Zehen oder der Hinterseite der Pfoten auftaucht. Auch Brustflecken, die über den Brustknochen hinaus zum Hals hin reichen, werden nicht geduldet. (Im theoretischen Falle der gleichen Qualität eines einfarbigen und eines Hundes mit Weissanteil im erlaubten Bereich wird dem einfarbigen Hund der Vorzug gegeben.)
Timber (E-Wurf)


Die drei Hauptfarben sind:
BROWN:Brauntöne - von hellem Braun bis zu sehr dunklem Braun
SEDGE:Rottöne - von rötlichem Gelb, hellem Rot, Orange bis zu dunklem Rotbraun
DEADGRASS:Schilftöne - die von blassem Rostbraun über strohfarben bis zu sehr heller Cremefarbe reichen

einige Beispiele für Farbe und Zeichnung:
sedge deadgrass darkbrown lightbrown brindle

Es gibt auch einen hellen Grauton (»ash« genannt), für den ein Farbverdünnungsgen der braunen Farbe (»brown dilute gene«) mitverantwortlich ist.
Daneben gibt es Zeichnungen und Abzeichen, von denen einige eher selten anzutreffen sind:

- Maskierung des Gesichts (masking)
- abwechselnde helle und dunklere Streifung (brindling)
- Sattel-Abzeichen (saddling)
- Wildfarbigkeit bzw. entsprechende Abzeichen (agouti)
- lohfarbene Abzeichen (tan points)

Auch hier wird bei gleicher Qualität der durchgehend gefärbte Hund bevorzugt.

Die Farbvererbung beim Chesapeake ist nur zum Teil geklärt. Helle Hunde können ebenso dunkle wie dunkle Hunde helle Nachkommen hervorbringen.
Manche Menschen mögen Präferenzen für eine bestimmte Farbe haben; diese jedoch als Auswahlkriterium oder als Werbung zu benutzen zeugt von grober Unkenntnis; ist unseriös und in Kreisen wissender, rasseengagierter Züchter ein absoluter »no go«.

Spezialzuchtschau Diedersdorf - »Damenriege« (v.l.n.r.):
Good Will Hunting Canton, Cheslabben Bonne Femme, Acoustic Fighters' Breezin Kerriann


KONFORMATION:Dass der Chesapeake-Bay-Retriever als noch recht ursprünglicher Arbeitshund gilt bedeutet nicht, dem Aussehen weniger Beachtung zu schenken. Im Gegenteil, denn die Vorgaben für den Körperbau verstehen sich in sämtlichen Merkmalen als optimale Anpassung an den Gebrauch als Apporteur von Wasservögeln in anspruchsvollem Gelände; gerade unter widrigen Witterungsbedingungen.

Beispielsweise musste er sich im schlammigen Marschland bewegen, was kurze, kraftvolle Aktion erfordert. Folglich soll er einen kompakten, kräftigen Körperbau aufweisen - es war kein Hund gefragt, der einen eleganten, ausdauernden Trab absolvieren kann. Im Winter bahnte er sich einen Weg durch das eisbedeckte Wasser, indem er seine Brust darauf legte und das Eis unter Zuhilfenahme der Vorderläufe brach. Die Hinterläufe spielen dabei eine wichtige Rolle - sie müssen kraftvoll sein, um die aufrechte Position des Hundes im Wasser halten zu können.

Daher sind Differenzen zum Standard beim Chesapeake keine kosmetischen Belanglosigkeiten.
Öfter wird die Rasse nicht sonderlich korrekt gerichtet; hinsichtlich einerseits geforderter Merkmale und andererseits typischer anatomischer »Problemzonen« sowie deren Gewichtung gibt es allenthalben Weiterbildungspotential. Vor allem aber von züchterischer Seite müssen sie richtig interpretiert werden, um keine untypischen Merkmale zu manifestieren und somit der Rasse in diesem Punkt Rechnung tragen zu können.

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